NOE Zentral

Die Entwicklung des Tourismus in der Landeshauptstadt verlief in den vergangenen Jahren besser als ursprünglich erwartet. Von 2006 auf 2008 konnten die Nächtigungszahlen um 5.000 Einheiten erhöht werden. Dieser positive Trend ist auch den Medien zu entnehmen, die den Tourismus in St. Pölten auf der Überholspur sehen. So wurde im Jahr 2010 die Schallmauer von 140.000 Nächtigungen pro Jahr durchbrochen, was im Vergleich zum Jahr 2009 einem Plus von 6,3% (134.267) entspricht.
 
Die WIFI Tourismusschule St. Pölten hat für das Jahr 2010 errechnet, dass die Gäste zum Großteil aus Österreich (65%) kommen. Dahinter liegen die Deutschen (knapp 18%), Schweizer und Italiener. Aber auch Polen, Rumänen, Tschechen, Russen und Franzosen sind dem Ruf der Landeshauptstadt als Barockstadt gefolgt. Großveranstaltungen wie das Frequency Festival oder der Ironman haben ebenfalls zum besten Ergebnis punkto Nächtigungszahlen in der Landeshauptstadt beigetragen.
 
Die konstanten Nächtigungszuwächse der letzten Jahre, das attraktive Preis-Leistungsverhältnis, das breite touristische Angebot (Freizeit, Kultur, Architektur, Szene, Kulinarik), die hervorragende Verkehrsanbindung sowie die nachhaltige, erfolgreiche Tourismuspolitik haben dazu geführt, dass St. Pölten und die Region Niederösterreich Zentral Interesse bei Investoren, Hotelbetreibern und der Systemhotellerie im Economy-Bereich geweckt hat. So ist 2010 ein neues  Low Budget-Hotel in Herzogenburg eröffnet worden. Für 2011 ist die Errichtung eines 4-Sterne-Hotels mit einer Kapazität von 340 Betten und großen Seminarräumlichkeiten in St. Pölten geplant.

Ein großes Manko der Region liegt bei der ganzjährigen Auslastung der touristischen Infrastruktur. Wenn auch die Sommermonate teilweise besser gebucht sind, so gibt es vor allem in den Wintermonaten noch reichlich Kapazität. Nur etwa 1/5 aller Zimmer sind in diesen Monaten vergeben. Hier gilt es nun die bestehenden Potenziale zu nutzen und entsprechende Angebote zu erarbeiten,
um dadurch arbeitsmarktpolitische Impulse erzielen zu können.
 
Quellenverzeichnis:
Magistrat der Stadt St. Pölten | ABA-Invest in Austria