NOE Zentral

Die Region Niederösterreich Zentral bildet das politische und wirtschaftliche Zentrum Niederösterreichs. Der Ballungsraum zeichnet sich durch Heterogenität bezüglich wirtschaftlicher und verkehrstechnischer Infrastruktur sowie touristischer Akzentuierung aus. Des Weiteren bestehen auch große Unterschiede betreffend der EinwohnerInnenzahlen und der Wirtschaftsleistung der in der Region vertretenen Gemeinden.

Zentrum der touristischen Region Niederösterreich Zentral ist die Landeshauptstadt St. Pölten. Rund um die attraktive Barockstadt, die touristisch und wirtschaftspolitisch eine zentrale Funktion innehat, konzentriert sich ein Ballungsraum, der, je nach Definition, an die 100.000 EinwohnerInnen beheimatet.

Zu der Agglomeration zählen Städte wie Herzogenburg, Traismauer und Wilhelmsburg, aber auch zahlreiche kleine Gemeinden, die entweder in der malerischen Weingegend Traisental-Donauland liegen (Wölbling, Statzendorf etc.) oder das Tor zum Pielachtal bilden (Ober-Grafendorf oder Weinburg). Mit Altlengbach gibt es zudem eine Gemeinde, die inmitten des Wienerwalds eingebettet ist.

Der Ballungsraum zeichnet sich durch eine heterogene Infrastruktur, Topographie und damit touristische Akzentuierung aus. Des Weiteren sind auch Unterschiede betreffend der EinwohnerInnenzahlen der Gemeinden auszumachen.

Das ökonomische Rückgrat in der Region Niederösterreich Zentral bilden entweder Industriebetriebe oder Verwaltungs- und Dienstleistungsunternehmen. Es ist festzustellen, dass sich die Projektregion im Moment in einem Prozess der Wandlung - weg von der klassischen Industrie- hin zu einer Dienstleistungs-, Bildungs- und Tourismusregion - befindet.

Die Region NÖ Zentral ist gut an das öffentliche Verkehrsnetz (durch kurz geführte Bahn- und Busintervalle) angebunden. Zudem wird es schon in wenigen Monaten eine direkte Bahnverbindung vom Vienna International Airport nach St. Pölten geben. Durch das engmaschige ÖBB-Netz und den neu gestalteten und 2010 eröffneten Hauptbahnhof St. Pölten frequentieren täglich bis zu 26.000 Fahrgäste die niederösterreichische Landeshauptstadt.
 
Das Mostviertel kann darüber hinaus mit hervorragenden Voraussetzungen, den Individualverkehr betreffend, punkten. Die Landeshauptstadt bildet hier einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt, da sie direkt an der Westautobahn (A1) zwischen Wien und Linz sowie an der Kremser Schnellstraße (S33) liegt. Aufgrund der Mariazellerstraße (B20), des geplanten Baus der S34 / B334 sowie den Anschluss an den Regionenring (Ring um Wien) steigt die verkehrstechnische Attraktivität von St. Pölten. Weiters sorgen die zahlreichen Einfallstraßen dafür, dass die Umlandgemeinden direkt mit der Landeshauptstadt verbunden sind.
 
Der Zentralraum rund um die Europastadt St. Pölten bietet gesamt betrachtet enormes Potenzial, was Wirtschaft und Tourismus anbelangt. Sei es aus verkehrstechnischer Sicht, aufgrund vorhandenen Humankapitals oder der topographischen Voraussetzungen, ist dies eine aufstrebende Region, die jährlich mit steigendem Bevölkerungswachstum aufwarten kann.